BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Nelkenweg 2
41366 Schwalmtal
Tel. 02163-20 17 64
Fax 02163-20 17 65
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Hier können Sie den rot-grünen Koalitionsvertrag für NRW 2010 - 2015 nachlesen.

Offenbar hat die Kommunikation zwischen dem Kreis Viersen, der Schwalmtaler Gemeindeverwaltung und den KommunalpolitikerInnen nicht funktioniert. Am 24. Juni endeten die bisher längsten und intensivsten Haushaltsberatungen im Kreistag Viersen. Einer parteiübergreifenden Arbeitsgruppe war es gelungen, die Erhöhung der Umlage für die kreisangehörigen Städte und Gemeinde moderater ausfallen zu lassen als ursprünglich geplant. Und dies vor allem auf Kosten geplanter Neueinstellungen. In seiner Haushaltsrede betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Aach, dass die CDU neue Aufgaben und Stellen für die Kreisverwaltung strikt ablehne, wenn sie mit zusätzlichen Kosten verbunden seien.
Zwei Tage später erreichte die Schwalmtaler SchulpolitikerInnen eine umfangreiche Vorlage zur Errichtung eines regionalen Bildungsnetzwerks mit einer Geschäftsstelle beim Kreis Viersen. Deren offenbar nicht unerhebliche Kosten werde der Kreis Viersen übernehmen und in die Kreisumlage einfließen lassen. Darüber sollten die SchwalmtalerInnen bis zum 30. Juni entscheiden. Am 30. September sollte dann offenbar der Kreistag mit dem "Wunsch" der kreisangehörigen Städte und Gemeinden nach einem Bildungsnetzwerk auf Kreisebene konfrontiert werden. Und als die Schulrätin Rosemarie Voßen (Bild) im Schwalmtaler Schulausschuss bei Fragen nach der konkreten Ausgestaltung und den Kosten des neuen Netzwerks auf die Städte, Gemeinden und die Kreispolitik verwies, platzte den SchulpolitikerInnen der Kragen. Sie verweigerten einstimmig die vom Kreis gewünschte Stellungnahme. Lesen Sie mehr.

Ende April 2010 haben die Niederrheinwerke angekündigt, dass die Städte Mönchengladbach und Viersen eine gemeinsame Holding gründen wollen, um die Marktposition der Niederrheinwerke und der Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG (NVV) zu stärken. Seitdem ist Unruhe im stagnierenden Energiemarkt, bei der Gas- und Wasserversorgung und im öffentlichen Nahverkehr zu spüren. Auch in Schwalmtal stellt man sich die Frage, ob die neue Tochtergesellschaft "Niederrheinwerke Schwalm-Nette" womöglich unsere Schwalmtalwerke ganz übernehmen will.
2006 „schluckten“ die Niederrheinwerke die Erdgasversorgung Schwalmtal und sind seitdem für die Betriebsführung des Gasnetzes und für die Abrechnung zuständig. Seit 2009 ist die „Stromoffensive“ der neuen „Schwalm-Nette“ – Tochter in unserer Gemeinde nicht mehr zu übersehen. Angeblich laufen bereits Gespräche darüber, weitere Elemente der Schwalmtaler Ver- und Entsorgung zu übernehmen. Auch in Nettetal, Grefrath und Kempen werden die BürgerInnen hellhörig. Wollen Mönchengladbach und Viersen gemeinsam die kleinen Stadt- und Gemeindewerke „platt machen“? Sind dezentrale Kooperationen bestehender Unternehmen nicht besser für den Kreis Viersen? Dies waren Fragen, der jüngst die grüne Kreiskonferenz nachging. Die grünen Orts- und Fraktionsvorstände aus dem Kreis waren sich einig: Vernetzung und Kooperation der Kleinen ist besser als sich den Interessen Viersens, Mönchengladbachs und der RWE auszuliefern. Lesen Sie hier mehr von der Pressekonferenz...
Am 24. April nahmen Schwalmtaler Grüne an der Anti-Atom-Demo in Ahaus teil. Bilder sehen Sie hier

Von rund 280.000 Euro Subventionen für den geplanten Supermarkt auf dem ehemaligen Krautpressengelände schrieben Rheinische Post und
Grenzland-Nachrichten. Dazu addiert sich noch die notwendige Sanierung der Neustraße, die in Fachkreisen mit rund 100.000 € beziffert wird. Ist es jedem Schwalmtaler Bürger und jeder Bürgerin zuzumuten, rund 20 € pro Kopf auszugeben, damit ein Schwalmtaler Investor zwar einen „Schandfleck“ beseitigt, aber stattdessen an einem nicht besonders schönen Bau im Waldnieler Ortskern verdienen kann? Brauchen wir einen Edeka-Markt gerade dort? Ja, sagte heute eine große Mehrheit im Gemeinderat.
Die Schwalmtaler Grünen haben sich von Anfang an gegen den städtebaulich nicht akzeptablen Standort „Krautpresse“ für den großflächigen ortskernrelevanten Einzelhandel ausgesprochen. Wir können eine Schwalmtaler Planung auf Basis des seit seiner Einführung äußerst umstrittenen § 24a LEPro NRW (Landesentwicklungsprogramm) zur Steuerung des großflächigen Einzelhandels nicht akzeptieren. Dieser allenfalls für Großstädte passende Paragraph hat ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit geschaffen. Dieser Zustand dauert nun schon seit mehreren Jahren an und hat zu erheblichen Hindernissen für die Einzelhandelsentwicklung geführt. Seit Juli 2007 regelt der § 24a LEPro NRW die Planung der großflächigen Einzelhandelsvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Inzwischen wurde die Norm teilweise für verfassungswidrig erklärt. Im Übrigen hat das Oberverwaltungsgericht Münster - in einer noch nicht rechtskräftigen Entscheidung - geurteilt, dass die Norm die Gemeinden bei der Bauleitplanung nicht binde. Denn die dort enthaltenen Regelungen zur Planung von großflächigen Einzelhandelsvorhaben seien keine Ziele der Raumordnung.
Einstweilen dauert die bereits seit Jahren bestehende Rechtsunsicherheit in Nordrhein-Westfalen weiter an.
Nicht so in Schwalmtal: hier scheint die Regelung als so unumstößlicher Sachzwang für den Einzelhandelsstandort Krautpresse zu gelten, dass er alle anderen Alternativen (z.B. Weuthen)ausschließt. Dass dieser ungünstige Standort auch noch mit fast 400.000 Euro aus dem klammen Gemeindehaushalt subventioniert werden soll, wollten wir Grünen nicht mitverantworten.
Aber die Mehrheit unter Federführung der CDU hat leider anders entschieden....

Die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW tritt den Klimaschutz mit Füßen. Unter Ministerpräsident Rüttgers wurden jegliche Klimaschutzvorgaben aus dem Landesentwicklungsgesetz vor allem deshalb gestrichen, damit der inzwischen gerichtlich gestoppte Bau des Kohlekraftwerks Datteln weitergeführt werden kann.
Es ist ein Skandal, dass durch die willkürliche Änderung von Gesetzen versucht wird, klimaschädliche Projekte aus politischen Interessen durchzusetzen", erklärt Manfred Böttcher, Vorsitzender des Schwalmtaler Ortsverbands. "Deshalb unterstützen wir Grüne in Schwalmtal das Bündnis der Klima-Allianz und fordern gemeinsam mit den über 90 Mitgliedsorganisationen ein Landes-Klimaschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen. Ziel ist, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und erneuerbare Energien zu fördern."
In keinem Bundesland entstehen so viele Tonnen Treibhausgas wie in NRW - pro Kopf sind es durchschnittlich sechzehn, der Bundesdurchschnitt liegt bei 10 Tonnen pro Jahr. "Anstatt sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln, setzt die Landesregierung auf den Bau von neuen Kohlekraftwerken, in den nächsten Jahren sind elf Neubauten geplant . Wir sagen: Bei einem konsequenten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen brauchen wir keine neuen Kohlekraftwerke. Selbst modernste Kohlekraftwerke setzen bei der Produktion von einer Kilowattstunde Strom aus Braunkohle etwa 950 Gramm CO2 frei. NRW darf nicht länger das energiepolitische Schlusslicht bleiben - ein Klimaschutzgesetz mit Maßnahmen gegen umweltschädliche Energieträger muss her! Dafür sammeln wir Unterschriften
Hier können Sie unterzeichnen.
Vor zwei Jahren gegründet - am 25. Februar wurde es auf Initiative der Schwalmtaler Ratsfrau und Kreistagsabgeordneten Maria Beiten ein Verein. Das Lokale Bündnis für Familie in Schwalmtal. Lesen Sie mehr

Wirtschaftskrise, steigende soziale Leistungen, Neues Kommunales Finanzmanagement, ein absurdes Wachstumsbeschleunigungsgesetz und strukturelle Defizite - das ist der Rahmen für Schwalmtals Haushaltsmisere. Die Gemeinde hangelt sich seit Jahren von der Haushaltsicherung zum Nothaushalt, von der einen zur nächsten Krise. Mittlerweile ist absehbar, dass das Defizit selbst mit gutem Willen und dem Streichen aller freiwilligen Leistungen nicht mehr aus eigener Kraft abbaubar ist. Die Politik vor Ort kann ihrem Auftrag der adäquaten Daseinsvorsorge und einer lebendigen kommunalen Selbstverwaltung nicht mehr nachkommen. Die Grünen haben es schon in ihrem Wahlprogramm gefordert, die anderen Parteien schließen sich jetzt an. Wir brauchen eine solide Reform der Gemeindefinanzen und eine intensivere und solidarische Zusammenarbeit mit Brüggen und Niederkrüchten. Lesen Sie
hier mehr zum Beschluss der grünen Bundesfraktion zur Gemeindefinanzierung und hier zur gemeinsamen Pressekonferenz der Schwalmtaler Ratsfraktionen. Die Grenzland-Nachrichten berichten
hier darüber.
Erstmalig zeichnete das Lokale Bündnis für Familie Schwalmtaler Unternehmen für ihre Familienfreundlichkeit aus. Überzeugt haben der Agrarhandel Weuthen, die Volksbank Schwalmtal und - für einige überraschend - die Obst- und Gemüsegroßhändler Gebrüder Tacken. Warum die Auszeichnungen verliehen wurden, lesen Sie hier

Seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts wurschtelt die CDU-Mehrheit an der Planung des ehemaligen Krautpressegeländes und an der Frage des zentrenrelevanten Einzelhandels herum. Die Mehrheit im Planungsausschuss hat's am 30. September entschieden: das Projekt Vollsortimenter auf dem ehemaligen Kraupressegände gehört - zumindest an der Langen Straße - zum Zentrum und wird weiter verfolgt. Es geht jetzt in die Bebauungsplanung. Sollte tatsächlich an der Langen Straße ein großflächiger Supermarkt in Betrieb gehen, büßen die bestehenden Lebensmittelhändler massiv an Umsatz ein, und die Verkehrsprobleme im Ortszentrum werden wachsen. Lesen Sie mehr zu der Debatte im Schwalmtaler Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr.
Die Kommunalwahl brachte es wieder an den Tag: mit 20,23% zur zweitstärksten Fraktion gewählt - und das auf dem Land! Damit haben die Schwalmtaler Grünen ihre Spitzenposition innerhalb der NRW-Kommunen gefestigt. Mit einem Unterschied zu den anderen grünen Hochburgen: Bürgermeister und absolute Mehrheit bleiben in Schwalmtal bei der CDU. Wir werden jetzt als stärkste Oppositionspartei noch genauer hingucken, wie die CDU ihrer Verantwortung gerecht wird. Spitzenreiter beim Sammeln von grünen Stimmen waren Dr. Thomas Nieberding mit sensationellen 30,97% im Bezirk Waldnieler Heide, Stephan Joebges mit 30,87% in Birgen/Eicken und Michael Heythausen mit 27,91% in Amern-St. Georg. Lesen Sie hier alle Ergebnisse unserer Kandidaten und Kandiditatinnen in den Wahlbezirken nach. Unser Bürgermeisterkandidat Jürgen Heinen landete mit 17,77% auf Platz 2 hinter dem Sieger Reinhold Schulz. Heinen erzielte damit das beste grüne Bürgermeisterkandidatenergebnis im Kreis Viersen. Wir danken unseren Wählerinnen und Wählern und werden versuchen, Schwalmtal zumindest ein bißchen grüner zu machen - trotz schwarzer Mehrheit....Dafür werden die neu gewählten grünen Ratsherren und -frauen Jürgen Heinen, Maria Beiten, Manfred Böttcher, Claudia Foest, Paul Schinken, Stephan Joebges und Hildegard Kroll sorgen...
Am Montag, 10. August 2009 war Reiner Priggen, energiepolitischer Sprecher der grünen NRW-Landtagsfraktion, zu Gast in Schwalmtal und Brüggen. Mehr zu seiner kleinen Energietour durch den Westkreis können Sie hier nachlesen.
Obwohl er acht Jahre älter ist als der Lüttelforster Appollo 11 e.V. , stellte Bürgermeisterkandidat Jürgen Heinen am Sonntag, 9. August in seinem Wahlbezirk Lüttelforst seine Fitness unter Beweis. Allerdings spornten seine jugendlichen Fans ihn so sehr an, dass er am drauffolgenden Montag bei den Schwalmtaler Energiegesprächen mit Frank Kindervatter (Niederrheinwerke) und Reiner Priggen MdL an der Biogasanlage Krinsend unter erheblichem Muskelkater litt. Lesen Sie hier mehr zum Apollo-Turnier und hier zum Besuch von Rainer Priggen in Brüggen und Schwalmtal.

Seit rund 10 Jahren wird angesichts der angeblich grenzenlos steigenden Güterverkehrsströme über eine Reaktivierung des Eisernen Rheins diskutiert. Die Europäische Kommission hat ihn im Rahmen der transeuropäischen Güterverkehrsplanung als Bestandteil der Verbindung Lyon/Genua-Basel-Duisburg- Rotterdam/Antwerpen eingestuft. Aber die Strecke ist nicht ohne erhebliche Folgeschäden für Mensch und Umwelt reaktivierbar. Am Nutzen bestehen vor allem in den Niederlanden erhebliche Zweifel. Dennoch scheint Bundesverkehrsminister Tiefensee das Projekt zu forcieren. Lesen Sie mehr
Die neue Gemeindebücherei am Markt in Waldniel bietet einen Mehrwert gegenüber dem früheren Bücherbus. Zur Eröffnung gab es einen Tag der offenen Tür. Seit dem 19. Mai können Bücher und anderen Medien ausgeliehen werden. Lesen Sie mehr

„Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt!“ Dieser Leitsatz aus den Gründungstagen der Grünen hat weiter Bestand. Denn ohne Kinder hat unser Land keine Zukunft. Kinder brauchen nicht nur Eltern, sondern ein ganzes Gemeinwesen, um gut leben zu können. Doch offenbar wird vielen Erwachsenen ein Teil der Zukunft fremd. Wenn man den Medienberichten glaubt, randalieren Halbstarke, Hooligans und Hasserfüllte mittlerweile regelmäßig in Schwalmtal, Brüggen und anderen Orten im Kreis Viersen. Die „verlorenen Söhne und Töchter“ machen den Erwachsenen Angst.
Nach dem Amoklauf von Winnenden und den Amokdrohungen von Schwalmtal stehen die Jugendlichen wieder im Blickfeld der Öffentlichkeit. Journalisten, Psychologen und Wichtigtuer sind wieder schnell mit Erklärungen dabei. Killerspiele abschaffen, Waffen verbieten und mehr Geld in die Jugendarbeit - die üblichen Reflexe sind bekannt. Die Zahl der sog. Trittbrettfahrer nach Erfurt, Emsdetten oder Winnenden zeigt: Gewaltphantasien schlummern in vielen Köpfen. Dabei müssten die Situation von Jugendlichen und die Ausbrüche von Gewalt eigentlich ein politisches Dauerthema sein. Schon 1993 hat der Pädagoge und Bildungsreformer Hartmut von Hentig in seinem Buch „Schule neu denken“ eine Antwort auf Jugendgewalt versucht. Nach Hentig wird die Schule der veränderten Wirklichkeit nicht gerecht, weil sie versucht die jungen Menschen den Verhältnissen anzupassen, anstatt sie zu einem bewussten, mündigen, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit den Verhältnissen zu befähigen. Denn wie brüchig und unsicher die angeblich alternativlosen Verhältnisse sind, stellen wir gerade in der großen Weltwirtschaftskrise fest.
„Was tun gegen Jugendgewalt?“ - Zum „Grünen Donnerstag“ in Schwalmtal diskutierten unter Leitung von Manfred Böttcher, Gaby Bailey (Diplom-Pädagogin, Leiterin der „Courage“, Irland), Maria Beiten (Kreistagsabgeordnete), Jürgen Heinen (Fraktionsvorsitzender Schwalmtal),
Markus Kurth (MdB, sozialpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion) Bernd Parakenings (Bachelor Soziale Arbeit und Sozialpädagogik und Anti-Gewalt-Trainer) und Werner Thiel (Jugendamt Kreis Viersen). Hier können Sie mehr zu der Veranstaltung lesen.

Als Anwalt für den ländlichen Raum im Kreis Viersen verstehen sich die grünen Fraktionen und Ortsverbände aus Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal. Sie gründeten einen sechsköpfigen interkommunalen Ausschuss der Schwalmgemeinden, um Konzepte für eine verstärkte Zusammenarbeit der drei Gemeinden zu erarbeiten. Für Schwalmtal sind Jürgen Heinen und Manfred Böttcher dabei.
Angelika Verkaar hatte zu einem Ideenaustausch nach Brüggen eingeladen. Gaby Tröger, Ulrich Siebert und Christoph Szallies plädieren für einen energieautarken Gemeindeverbund unter Federführung der noch in öffentlicher Hand verbliebenen Gemeindewerke. Szallies: „Wir haben im Westkreis ein optimales Verhältnis von photovoltaik-geeigneten Dachflächen zur Einwohnerzahl - das sollten wir nutzen.“ Veronika Hentschel und Marianne Lipp machen sich für einen grenzüberschreitenden sanften Tourismus stark. Lipp: „Neben einem gemeinsamen Internetportal sollten wir grenzüberschreitende Projekte wie das Grüne Band zum Biotopverbund oder das Programm zur Wiederansiedlung von Rothirschen unterstützen. Ähnlich wie an der deutsch-dänischen Grenze brauchen wir Grenzland-Kompetenz in den Schulen.“ Manfred Böttcher fordert eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung mit dem Ziel, einen Schulverbund Brüggen - Niederkrüchten - Schwalmtal zu gründen: „Die demographische Entwicklung und der Elternwille zwingen uns zum Umdenken. Weitere Schulschließungen sind der Anfang vom Ende des öffentlichen Lebens in den Gemeinden. Ein Schulverbund ermöglicht mehrere Teilstandorte einzelner Schulformen.“ Einen endgültigen Abschied vom Kirchtumsdenken fordert Jürgen Heinen: „Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten der gemeinsamen Aufgabenerfüllung. Von Planung bis Kultur , von Schule bis Sport sollten wir nach gemeinsamen Wegen suchen, um ein ländliches Gegengewicht gegen die stadtlastige Politik aufzubauen." Den Antrag zur gemeinsamen Schulentwicklung können Sie hier nachlesen.

Besonders im Sommer ist er lästig: der Durchgangsverkehr auf dem Waldnieler Markt. Ratsherr Paul Schinken hat sich dazu Gedanken gemacht und wird in den nächsten Tagen für die Grüne Ratsfraktion einen Antrag stellen. Darin fordert er, zu prüfen, ob die Sperrung mit Hilfe von automatischen Pollern machbar und bezahlbar ist. Lesen Sie mehr

Die erste Bibliothekarin ist weg, die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben, viele Ehrenamtler(innen) sind verärgert, die Gemeinden Niederkrüchten und Schwalmtal haben sie mittlerweile zur Chefsache erklärt: die gemeinsame Bibliothek von Niederkrüchten Schwalmtal. Der grüne Vorschlag, eine Verknüpfung zwischen Ehrenamt und professioneller Bibliotheksverwaltung zum Beispiel über die Stadtbibliothek Viersen zu prüfen, lehnt die Schwalmtaler CDU-Mehrheitsfraktion strikt ab. Die genauen Gründe dafür bleiben unbekannt. Lesen Sie mehr zu den Vorgängen um die Bibliothek und zu der Debatte zu diesem Thema.

Sicherheit ist Voraussetzung für individuelle Freiheit und Lebensqualtität. Im Rahmen des staatlichen Gewaltmonopols haben Ordnungsbehörden und Polizei dafür zu sorgen, dass auch die Schwalmtaler(innen) sicher leben können. Wenn in Schwalmtal seit dem Frühling 2008 der Ruf nach einer Bürgerwehr zu vernehmen ist und heute die Rheinische Post einen Artikel dazu veröffentlicht, dann bedeutet dies, dass der Staat dem subjektiven Sicherheitsempfinden seiner Bürger(innen) nicht mehr zu 100% gerecht wird.
Statt aber den Bürger und die Bürgerin als Hilfspolizisten zu mobilisieren, sollten Polizei, Jugendarbeit und die Ordnungsbehörden eine intensive Ursachenforschung betreiben, wo es in Sachen Sicherheit in Schwalmtal hakt und wie die eigene Arbeit noch mehr optimiert werden kann, damit das Sicherheitsempfinden wieder besser befriedigt wird.
Auch wenn sich - wie der JU-Vorsitzende Stephen Münz - mittlerweile viele vornehmlich jüngere Schwalmtaler(innen) per Internet zur „Schwalmtaler Bürgerinitiative“ bekennen, ist Augenmaß angesagt. Der Sommer 2008 hat vor allem zweierlei gezeigt: Erstens wurden viele Vorkommnisse aufgebauscht und zweitens trugen verschärfte Polizeipräsenz und ernst gemeinte Gespächsangebote zur Entspannung bei und nicht die Drohung mit einer ziemlich interpretationsoffenen Wischi-Waschi-Verordnung oder einer fiktiven Bürgerwehr.
Reichen zwei Bezirkspolizisten?
Die Präsenz der Polizei vor Ort schafft Sicherheit und Vertrauen. Daher sind Fußstreifen, Ortspolizisten und eine dezentrale Revierstruktur unverzichtbarer Bestandteil einer Schwalmtaler Kriminalitätsprävention Zwei Bezirkspolizisten für Schwalmtal sind offenbar zu wenig.
Aber nicht nur der Staat ist gefordert, sondern jeder Bürger und jeder Bürgerin. Wer Jugendliche ausgrenzt, wem es egal ist, was in seiner Nachbarschaft geschieht, wer wegschaut statt zu helfen, wem sein Ruhebedürfnis wichtiger ist als adäquate Aufenthalts, Freizeit-, Ausbildungsmöglichkeiten für alle Schwalmtaler Jugendlichen, der bildet auch die Basis für ein Klima, in dem kriminelles Handeln gedeihen kann.