Bildungsgerechtigkeit

Ausstattung von Schüler*innen mit digitalen Endgeräten sichern

Wir haben in der vergangenen Woche folgenden Antrag an den Rat der Gemeinde Schwalmtal übermittelt und darum gebeten, ihn auf die Tagesordnung der 36. Sitzung des Rates am 17.06.2020 zu setzen:

Der Rat der Gemeinde Schwalmtal soll Folgendes beschließen: Der Rat der Gemeinde Schwalmtal beauftragt die Verwaltung, unverzüglich sicherzustellen, dass alle Schüler*innen über ein mobiles Endgerät für den digitalen Unterricht verfügen.

Begründung:

Bild von DarkWorkX auf Pixabay

Aktuell hat die Bundesregierung 500 Millionen Euro für mobile Endgeräte für Schüler*innen zur Verfügung gestellt, um ihnen das Homeschooling zu erleichtern. Pro Schüler*in soll dabei ein Zuschuss von 150 Euro angesetzt werden. Das ist ein erster, guter Beitrag, um der Bildungsungerechtigkeit entgegenzuwirken. Gerade in den vergangenen Wochen ist uns gespiegelt worden, dass Homeschooling manchmal gar nicht möglich ist, weil Schüler*innen keine entsprechenden Endgeräte wie Tablets, Computer bzw. Drucker etc. zur Verfügung stehen. Allerdings decken die 150 Euro nicht annähernd die Anschaffungskosten der zuvor genannten Geräte.

 

Um dem Anspruch eines attraktiven Schulstandortes Schwalmtal gerecht zu werden, ist die Bereitstellung der oben beschriebenen Geräte – unabhängig von einer möglichen Förderung – jedoch zwingend erforderlich. Gerade jetzt ist sichtbar, wie sich Gesellschaft, Arbeitswelt und auch das Bildungswesen in einem hohen Tempo verändern, so stark wie selten zuvor. Schließlich gilt es, die schulische Infrastruktur Schwalmtals für alle Eventualitäten zukunftsfit zu machen und sich dabei möglichst viel Flexibilität zu erhalten. Daher bietet es sich an, in einem ersten Schritt eine entsprechende Bedarfsklärung von Seiten des Schulträgers vorzunehmen. Die entsprechenden mobilen Endgeräte sind durch die Schulen an die jeweiligen Schüler*innen auszuhändigen.

Alle Schüler*innen zum Abschluss führen, niemanden ausschließen

Soweit unser Antrag im O-Ton. Dieser Antrag ist für uns die so logische wie dringend notwendige Konsequenz aus den Erfahrungen der letzten zwei Monate. Aber nicht nur in Krisenzeiten wie die der Corona-Pandemie, sondern zu allen Zeiten ist es unsere Pflicht und Verantwortung für Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Darüber hinaus tragen wir auch die Pläne unseres Bürgermeisterkandidaten mit, Schwalmtal zu dem Bildungsstandort in der Region zu machen. Wir erinnern hier gerne noch einmal an den Perspektivwechsel, den Paul für seine Amtszeit als Bürgermeister in Aussicht stellt. 

Für den zentralen Bildungsstandort des Westkreises, an dem so viele junge Menschen ihren Schulabschluss machen, sollte eine moderne, digitale Ausstattung aller Schüler*innen selbstverständlich sein. Wo Fortschritt und Innovation zuhause sind, dürfen einzelne Bevölkerungsgruppen nicht ausgeschlossen werden. Was aber unweigerlich geschehen würde, wenn man nicht sicherstellt, dass alle die gleichen Möglichkeiten haben.

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